Radsportgemeinschaft Karlsruhe 1898 e.V.

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Mountainbike

Passradeln in Graubünden auf schmalen Reifen

Von einem Kollegen zur Teilnahme überredet, nahm Michael am 13.07.2014 am Engadiner Radmarathon 2014 teil. Mit 211 Kilometern und knapp 4.000 Höhenmetern wartete eine anspruchsvolle Strecke auf die Teilnehmer.

Michael in einem der langen Anstiegen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Wetterprognosen für den Veranstaltungstag sahen zunächst gar nicht gut aus. Glücklicherweise war es jedoch bis auf eine kurze Regendusche in Davos trocken auf der Strecke, was insbesondere sehr vorteilhaft für die langen und schnellen Passabfahrten war.Tunneldurchfahrt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Marathon ist in jeder Beziehung zu empfehlen. Die Landschaft ist sensationell, die Strecke hat alles, was das Rennradler-Herz höher schlagen lässt und die Organisation und Durchführung durch den Veranstalter war durchweg professionell.

Passabfahrt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

Leider ergaben sich unterwegs einige ungeplante Verzögerungen aufgrund techischer Probleme innerhalb der Gruppe und einer kurzfristig gesperrten Passabfahrt wegen eines Autounfalls. Doch die Gesamtzeit stand bei dieser erstmaligen Teilnahme sowieso nicht im Vordergrund, sondern vielmehr die besondere Erfahrung, mit 1.500 Teilnehmern gleichzeitig auf die Strecke zu gehen, lange Tunneldurchfahrten sowie anspruchsvolle Passauffahrten und rasende Abfahrten bei unterschiedlichsten klimatischen Bedingungen zu erleben.

Alles in Allem war der Engadiner Radmarathon 2014 ein gelungener Event und vielleicht sieht man sich ja wieder einmal in der Schweiz auf schmalen Reifen ...

... und zu guter Letzt gelang die Rückreise nach Deutschland so pünktlich, daß die Verlängerung des Fussball-WM-Finales noch miterlebt werden konnte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Streckenbeschreibung Engadin Radmarathon

Gleich nach dem Start in Zernez beginnt die herausfordernde Steigung über den Ofenpass. Ab Ova Spin führt die Strecke durch den einzigen Schweizerischen Nationalpark. Da dieser Streckenbereich eher flach ist, haben die Teilnehmer die Möglichkeit einen Blick auf das traumhafte Panorama sowie das außergewöhnlich türkis-grüne Wasser des Stauseebeckens zu geniessen. La Drossa ist der Punkt an dem die Schweiz verlassen wird. Von hier an geht es durch den dunklen Tunnel hoch zur imposanten Staumauer, die in den 60er Jahren erbaut wurde. Ohne Behinderung werden die Mautstelle und der italienische Zoll passiert. Die Galerien und Livigno werden im Volltempo durchfahren. Dementsprechend wenig wird die Labestation in Livigno von den Teilnehmern genutzt. Jetzt steigt die Strecke erneut zum Forcola di Livigno an. Danach werden die gefährlichsten Abfahrten der ganzen Strecke zur Schweizer-Grenze erwartet. Am Berninapass, nach Stärkung an der Labe, sprintet man vorbei an imposanten Gletschern und Bergspitzen. Über die Gleise der Berninabahn, die hoffentlich nicht durch geschlossene Schranken zu Wartezeiten führt, wird Pontresina erreicht. Der weltweit insbesondere unter Bergsteigern bekannte Ort, wird jedoch über die Umfahrungsstrasse nur tangiert. Nach dem Kreisel Punt Muragl und dem gleichnamigen Ausflugsgipfel mit dem einzigen Plus-Energie-Hotel in der ganzen Schweiz erreicht man Samaden und den Fluplatz. Mit Volltempo führt die Strecke dem Inn entlang abwärts über la Punt Chamues-ch wo durch den Engpass immer mal wieder brenzlige Situationen entstehen, am Golfplatz Zuoz und der höchstgelegen Caférösterei Badilatti vorbei, via S-chanf – Cinous-chel und Brail nach Zernez.

Hier teilt sich nun die Strecke. Wer will fährt ins Ziel und freut sich über die erbrachte, sportliche Leistung. Andere athletische Radler hingegen fangen jetzt erst richtig an, indem sie sich der Herausforderung der langen Strecke stellen, was meist ein Großteil der Teilnehmer ist.

Nach der Labe geht es hier weiter nach Susch, den Flüelapass hoch - je nach Wetterlage der grosse Knackpunkt des Marathons. Die Labe auf der Passhöhe wird daher von den Teilnehmern auch meist in vollen Zügen genossen. Mit Volltempo führt die Strecke anschließend den Pass hinunter nach Davos, wo jährlich bekannte Gesichter aus Wirtschaft und Politik im Rahmen des Weltwirtschaftforums zusammen kommen. Anschließend führt die Strecke das Landwassertal hinunter. Dieser Streckenabschnitt bietet ein wenig Erholung, bevor man gestärkt an der Labe, den Albulapass erklimmt. Als letzte große Herausforderung ist nun je nach Wetterlage ein alles fordernder Pass zu bewältigen. Sobald dieser geschafft ist, wartet auch schon die nächste Labe, um die letzten Kräfte nochmal mobilisieren zu können. Abschließend erwartet die Teilnehmer eine Abfahrt und der letzte Teil dem Inn entlang über la Punt, welches immer mal wieder Etappenort der Tour de Suisse war, zurück nach Zernez. Das Ziel und die Einfahrt beim Applaus der vielen Zuschauer sind dann die Belohnung für alle Teilnehmer. Einigen winken das Podest und die Gratulation zum Resultat aber alle sind sich einig, nach dem Rennen ist vor dem Rennen und man freut sich bereits auf den nächsten Engadin Radmarathon.

Streckenprofil

   

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